Posts filed under ‘Zukunft’

Die Zeitungskrise – eine Gejammer-Maschinerie


  1. Selten wurde eine Krise so breiter Raum im Feuilleton gegeben wie der eigenen Krise. Die Zeitungen sind voll von Kommentaren, Analysen und Durchhalteparolen. Auf der einen Seite wird bereits das Ende der Zeitung beschworen, auf der anderen Seite wird mit Biegen und Brechen auf die Vorteile des Holzjournalismus hingewiesen. Was allen Analysen fast durchgehend fehlt: Ideen für die Zukunft. Wie soll es nach dem Ende des Gejammers weitergehen? So wie jetzt wird es kaum bleiben, doch was kommt, ist vollkommen unklar.

    Die Mediengruppe Online zeigt hier eine unvollständige Zusammenstellung von Kommentaren und Bildern zum Thema Zeitungskrise. Erweiterung möglich.

    ***

    „The Daily“ wird eingestellt. Vorbei der Traum der iPad-Zeitung.

  2. MeGruOnline
    Die Idee der #Zeitung ist tot. Was wird aus dem Ende von “#TheDaily” lernen können #zeitungssterben bit.ly/Vtclgl
  3. Die Zeitung wird beschworen als das Non plus Ultra.
  4. @tazgezwitscher fragt: was gibt es schöneres als eine #Zeitung? 31 Antworten (Womit soll ich sonst Fliegen erschlagen) http://pic.twitter.com/jYYmJU7O
  5. Doch die Verleger haben den Umstieg auf digitale Medien noch immer nicht wirklich begriffen.
  6. MeGruOnline
    Kardinalfehler: Der analoge Mensch sieht Internet als weiteren Vertriebskanal für analoge Produkte. bit.ly/RktiZ2 #zeitungssterben
  7. MeGruOnline
    Der Tod der Verleger – weil die Manager das Internet gründlich missverstehen. #zeitungssterben via @ftd_de bit.ly/RktiZ2
  8. MeGruOnline
    #Amazon-Gründer Bezos: „Haben festgestellt, dass Leute bereit sind, für Zeitungs-Abos auf Tablets zu zahlen“ Ein Irrtum bit.ly/U5Qirf
  9. MeGruOnline
    #Digitalisierung: den veränderten Nachrichtenstrom im Internet richtig zu verstehen. und nicht print aufs ipad bringen. bit.ly/SifevD
  10. MeGruOnline
    Die #Paywall taz-zahl ich bringt der taz @tazgezwitscher 4000 euro ein. da können wohl nicht viel davon leben. bit.ly/WF2CDx
  11. MeGruOnline
    @saschalobo: Nachrichten werden zum Prozess. Der statische, gedruckte Artikel dafür nicht zeitgemäß #zeitungssterben
    bit.ly/T1851E
  12. MeGruOnline
    „Tageszeitungen sind eine Technologie – und Technologien werden von besseren Technologien abgelöst“ #zeitungssterben bit.ly/SX4hOT
  13. MeGruOnline
    Warum haben es Zeitungen eigentlich nicht geschafft, den Online-Journalismus für sich zu erobern? #zeitungssterben bit.ly/Y5VwIK
  14. In hunderten Kommentaren und Feuilleton-Beiträgen wird gejammert.
  15. FTD-Leser huldigen ihrer verblassenden Zeitung #FTD #FinancialTimes #Zeitung #Zeitungssterben #berlin
  16. MeGruOnline
    #Schirrmacher: „Journalisten sollen Hypes widerstehen und nicht sogar eigene Krise zum #Hype machen.“ Baba und foi ned! bit.ly/114Nv5Y
  17. MeGruOnline
    Der #Journalismus ist nicht Ryanair. Verlage kennen seit Jahren auf den Medienwandel nur eine Antwort: Stellenabbau. bit.ly/103RqQV
  18. MeGruOnline
    “Es gibt keine #Nachrichten-Industrie mehr” Alte Strukturen von Medienunternehmen gehen unwiederbringlich verloren. bit.ly/11bI0m1
  19. MeGruOnline
    Die eitle Ente vom Ende der Zeitungen. Nowak: Journalismus muss sich radikal ändern, wird samt Zeitung nicht sterben. diepresse.com/home/meinung/…
  20. BirgitMathon
    „Journalismus lebt von Unabhängigkeit, Furchtlosigkeit und guten Geschichten.“ @HBrandstaetter über #Zeitungssterben kurier.at/kultur/medien/tot…
  21. MeGruOnline
    Ex-Stern-CR: Nestbeschmutzung od Nestbereinigung: „Hört auf, euch selbst zu bemitleiden“ #zeitungssterben tagesspiegel.de/meinung/gas…
  22. resultmafo
    Schon gelesen? #Zeitungssterben: Das Internet ist schuld!?!? So einfach sei das aber nicht, meint @sabinehaas ow.ly/fLLbj
  23. Aber schön langsam reicht es. In welche Richtung bewegen sich die Medienverlage?
  24. JrgSingelnstein
    Die Zeit der Analyse ist vorbei. Wer morgen eine vielfältige Presselandschaft will, muss heute handeln. #Zeitungssterben
  25. Foehr_Wissen
    Wer an Lesern vorbei schreibt verliert,wer nach Lesers Mund schreibt auch. Wer in einen offenen Dialog tritt gewinnt. #zeitungssterben #zeit
  26. countUP
    Es war einmal … die Zeitung! Meine wöchtl. Paper.li zum Thema #Zeitungssterben. buff.ly/WwNrrv #lsr
  27. Aber ein bisschen schwarzer Humor muss immer bleiben.
  28. MarkusZickwolf
    Alle reden vom #Zeitungssterben aber kein Mensch redet vom #Bäckereisterben. Fabrikbrot nom nom das ist die #Zukunft
  29. TLevermann
    #zeitungssterben und #printkrise: Die meisten Probleme lösen sich von selbst. Man darf sie nur nicht dabei stören!
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4. Dezember 2012 at 3:42 pm Hinterlasse einen Kommentar

Gedankenaustausch – Vernetzung jetzt!


Die Mediengruppe Online ruft gemeinsam mit Vertretern von NGOs und der Zivilgesellschaft bzw. mit freien Mitarbeitern der Medienbranche auf zu einem Vernetzungs-Planungs-Treffen. Besprochen werden sollen die aktuellen Entwicklungen betreffend des Kollektivvertrags und wir wollen unser Auftreten bei der Demo besprechen. Aber nicht nur das: Es soll einfach mal viel miteinander geredet werden, Gedanken ausgetauscht werden. Untenstehend die Einladung an euch.

 

Demo der Journalist/innen

Einladung zum Gedankenaustausch, vernetzen & planen

Wo: Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien

Wann: Freitag, 19. Oktober 2012, 19 Uhr

 

Kommenden Montag demonstrieren Journalist/innen gegen die Kündigung des Journalisten-KV. Der Protest richtet sich dagegen, dass Redaktionen weiter ausgehungert und Journalist/innen gegeneinander ausgespielt werden: Jung gegen Alt, Angestellte gegen Nicht-Angestellte, Online- gegen Printredakteure. Im Vorfeld treffen sich Journalist/innen und Solidarische aus der Zivilgesellschaft zum Gedankenaustausch, vernetzen und planen. Wie ist die Arbeitssituation – welche Aktivitäten sind geplant? Wie kann – trotz aller Differenzen – über Sparten, Generationen und Redaktionen greifend Solidarität organisiert werden? Was können Solidarische aus der Zivilgesellschaft tun?

Mit dabei: Freie im ORF-Radio, Mediengruppe Online, M-Media, Paroli, Print-Redakteur/innen und Solidarische aus der Zivilgesellschaft.

 

———– Unterstützungs-Aufruf: Der Watchdog Journalismus braucht uns ————

 

Der Watchdog Journalismus braucht uns!

Zivilgesellschaft für starken und unabhängigen Journalismus

Unterstützung der Demo am 22. Oktober 2012

https://www.facebook.com/events/484459551576223/

Wir bauen auf einen starken Demokratie-Watchdog Journalismus: Einrichtung des Korruption-U-Ausschusses, Tierschützer-Prozess oder Schließung der Saualm. Die Qualität journalistischer Arbeit steht und fällt mit den Arbeitsbedingungen in den Redaktionen.

Jetzt braucht der Demokratie-Watchdog Unterstützung: unabhängiger Journalismus darf nicht weiter ausgehungert werden. Um die Kosten weiter zu drücken, setzt der Verband Österreichischer Zeitungen auf die Spaltung der Redaktionen und hat den Kollektivvertrag gekündigt.

Wenn Regierungsinserate bis zu 10 Prozent des Umsatzes von Tageszeitungen ausmachen, wenn Verlage jährlich 10 Prozent Rendite und mehr aus ihren Häusern herausholen, wenn bei den Redaktionen weiter gespart wird, dann wird uns der Demokratie-Watchdog Journalismus eines Tages an der gespannten Kette tot umfallen.

Deshalb unterstützen wir die Protestmaßnahmen der Journalist/innen:

Unabhängiger Journalismus für uns alle! Kommt zur Demonstration am 22. Oktober! Kauft Zeitungsabos! Organisiert euch – in und außerhalb von Gewerkschaften! Ein Kollektivvertrag für alle Journalist/innen!

 Verena Fabris, Romy Grasgruber, Julia Hofmann, Simon Inou, Claudia Schäfer, Alexander Pollak, Philipp Sonderegger, Sibylle Summer, Markus Wailand

 

16. Oktober 2012 at 12:51 pm 1 Kommentar

Zu zahlenhörig, zu platt, zu konservativ


„Zum Qualitätsvergleich journalistischer Produkte werden Methoden herangezogen, die im letzten Jahrhundert einmal nützlich waren, und es wimmelt von Plattitüden. In vielen Köpfen ist Online noch nicht angekommen.“

Diesen Sukkus aus der Eröffnungsrede von Stefan Plöchinger, dem Chefredakteur von sueddeutsche.de,  auf dem DJV-Kongress „besser online“ kann ich nur vollinhaltlich unterschreiben.

Plöchinger vertritt hier einen interessanten Ansatz: „Es geht daher um Antworten auf die Frage, wie wir Journalisten unser Verständnis von Online ändern sollten, um besser zu werden, und was wir Onliner ändern können, um online besser zu machen.“ Und er sieht drei Problemfelder:

  • Wir sind zu zahlenhörig. Stimmt. Warum vergleichen sich Qualititätsmedien mit Boulevardmedien im Netzt und es wird laut geklatscht, wenn neue Rekorde gebrochen werden?
  • Wir diskutieren zu platt. Stimmt. Plattitüden bringen uns nicht weiter, auch wenn wir die Experten sind für Netz-Journalismus. Allerdings: Die wirklich größten Plattitüden werden meist von den selbsternannten Experten gebracht.
  • Wir sind zu konservativ. Stimmt. Wenn die größte Weiterentwicklung ein Ticker und ein Live-Chat bleiben, sind wir vergleichbar mit einer Zeitung aus dem Jahr 1848.

Als Abschluss seiner Rede meint Plöchinger: „Wir müssen jetzt darüber nachdenken, wie wir das Beste aus Online machen – weil die digitalen Medien unsere größte Chance sind, den Journalismus in die Zukunft zu bringen. Wir sollten nicht auf Verleger, Experten oder irgendwen anders warten. Wir müssen das selbst tun.“

Wäre das schön, wenn das funktionieren würde. Steht auf, Online-Redakteure und setzt eure Ideen um. Wie? Das wird noch zu diskutieren sein. Ich rufe dazu auf.

>>Die gesamte Rede

Günter Felbermayer für die Mediengruppe Online

2. Oktober 2012 at 12:35 pm 1 Kommentar

Wird aus dem Online-Journalismus Roboter-Journalismus?


Immer öfter wird nachgedacht über automatisch generierte Inhalte. Wie weit kann und darf das gehen? Hier einige Überlegungen dazu vom Social Media Club Austria. 

Sind automatisch generierte Inhalte die Zukunft der Zeitung?

Journalismus wurde in den letzten Jahren dank des Internet zu einer kontroversiellen Thematik. Der Informations-Boom ist nicht mehr so einfach zu bewältigen, man muss rund um die Uhr connected sein. Dafür kann man sich des User Generated Content bedienen und die Nachrichten aus mehreren Quellen überprüfen.

Eines ist klar: Journalismus, wie wir ihn heute kennen, wird es bald nicht mehr geben. Die Schnelligkeit mit der Journalisten agieren müssen wurde durch das Internet akzeleriert, so dass man entweder Redaktionen ausbauen oder Roboter einsetzen muss, um die große Menge an Information rechtzeitig zu bewältigen.

Forbes und Bloomberg haben schon den ersten Schritt in diese Richtung mit Narrative Science und Automated Insights gemacht.

Wenn man wirklich zwischen den Texten eines Computer-Algorithmus und einem Journalisten nicht unterscheiden kann, ist es wahrscheinlich gar keine schlechte Idee, Teile einer Redaktion zu automatisieren. Insbesondere in den Bereichen, wo es eher um Daten- und Zahlenanalyse geht (bspw. Aktien- und Sportberichte).

>>Ganzer Artikel

28. September 2012 at 10:23 pm Hinterlasse einen Kommentar


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