Definition Online-Journalismus

14. Januar 2008 at 11:01 pm Hinterlasse einen Kommentar


So definiert Wikipedia unsere Berufssparte.

Nicht uninteressant. Da wird schon vieles von unseren Forderungen aufgegriffen.

*****

Online-Journalismus ist Journalismus im Internet:

* Webjournalismus (multimediale Angebote im World Wide Web), aber auch z. B.
* Newsletter per E-Mail oder
* journalistisch moderierte Chat-Runden,
* Audio- und Videoclips
* Umfragen, Rankings und weitere Angebote rund um die Folksonomy sowie
* allgemeine und personalisierte Service-Angebote (Datenbanken).

Er verbindet klassische journalistische Darstellungsformen mit online-typischen Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation. Aufbauprinzip ist der nicht-lineare Hypertext, typisch sind die Anreißer oder Teaser.

Zunächst entstanden online-journalistische Angebote als Internet-Präsenz bereits existierender Medien. Reine Online-Portale kamen ab der Mitte der 90-er Jahre hinzu. Heute gilt auch bei klassischen Presseerzeugnissen Online first.

Besonderheiten des Online-Journalismus

Online-Medien sind als Hypertext entweder hierarchisch oder netzförmig unsequentiell strukturiert. Anders als Zeitungen (in denen sich auch blättern lässt) oder Rundfunk haben ihre Text-, Bild-, Film- und Tonbeiträge keine so vorgegebene Reihenfolge. Dennoch können etwa Startseite (Homepage), Teaser oder die Platzierung auf der einzelnen Webseite die Aufmerksamkeit des Nutzers zu lenken.

Angebote des Online-Journalismus sind potenziell multimedial. Zu einem Thema wählen die Online-Journalisten geeignete Darstellungsformen und setzen es mediengerecht um (Text, Bild, Ton, Film).


Platz- bzw. Zeitbeschränkungen fallen, bis auf die Frage des Speicherplatzes und der Übertragungskapazität, weg.

Viele Vorgänge im Online-Journalismus decken sich mit denen im Offline-Journalismus: Themenauswahl, Recherche, Produktion von Inhalten, Redigieren etc. Online-Medien haben jedoch keinen Redaktionsschluss, es sei denn, er wird gesetzt. Die Technik ermöglicht eine ständige Aktualisierung von Inhalten, einschließlich der Korrektur bereits publizierter Beiträge, aber auch eine Mehrfachnutzung von Content (Syndication).

Die onlinetypischen Kommunikationsmöglichkeiten lassen die Rezipienten – z.B. im Sinne von Brechts „Radiotheorie“ – selbst aktiv mitwirken (Newsgroups, Weblogs, Wikis, Podcasting, Graswurzel-Journalismus). Das ermöglichte ursprünglich den Bürgern, ihre Themen in die Medien einzubringen (vergleiche die „Revolution in Orange“ in der Ukraine). Die etablierten Medien nutzen solchen User Generated Content heute zur Leser-Blatt-Bindung.

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Regeln oder Anarchie? Journalismus im WWW Das Benzin des Internets

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