Posts filed under 'Gewerkschaft'

Mediengruppe Online Treffen 6.0

Zum insgesamt sechsten Mal möchten wir Euch  zum Treffen der Mediengruppe Online einladen – zu einem netten Abend zwischen Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Fachsimpeln und Smalltalk – aber nicht nur:

Diesmal freuen wir uns, dass Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, mit uns diskutieren wird.

Er wird uns informieren über die laufenden KV-Verhandlungen und die Bestrebungen der „Hineinnahme“ der „Onliner“ in den Journalisten-KV – und er wird sich allen Fragen von Euch stellen.

WANN?

Mittwoch, 25. November 2009, ab 19 Uhr

WO?

7*stern. (http://www.7stern.net/), Veranstaltungssaal, Siebensterngasse 31, 1070 Wien (NICHT zu verwecheln mit dem 7sternBräu!)

ANMELDUNG?

Für eine perfekte Organisation der Veranstaltung bittet die Mediengruppe Online, sich anzumelden: Einfach ein Mail mit Betreff „JA“ und deinen Namen und Medium an info@mediengruppeonline.at

RAHMENPROGRAMM?

Gemütliches Zusammensitzen und Gedankenaustausch bei Tanzmusik nach der Diskussion mit Franz C. Bauer

Wir freuen uns!

Die Mediengruppe Online

Mehr zum Thema:

Das war das fünfte Medientreffen

Die Umfrage zum Online-Journalismus in Österreich

Online-Journalisten bleiben Thema bei KV-Verhandlungen

Wie verändert sich der Journalismus? Interview mit Franz C. Bauer

Add comment 17. November 2009

Online-Journalisten bleiben Thema bei KV-Verhandlungen

In einer Konferenz der BetriebsrätInnen praktisch aller österreichischen Medien haben die BetriebsrätInnen dem Präsidium der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp einen klaren Auftrag erteilt. Gegenstand der Beratungen in Wien waren die seit einiger Zeit laufenden Versuche der Herausgeber, aus dem JournalistInnenkollektivvertrag zu flüchten. Jüngster Anlassfall sind die Vorgänge im „WirtschaftsBlatt“. ++++

Diese Ausgliederungen geschehen vor dem Hintergrund angelaufener Verhandlungen über einen neuen Rahmenkollektivvertrag für JournalistInnen. Einstimmig fordern die BetriebsrätInnen, dass bei den KV-Verhandlungen Mindeststandards eingehalten werden. Konkret: Der Geltungsbereich eines künftigen KV muss unmissverständlich definiert sein und weiter gehen als bisher – künftige Regelungen müssen Online-JournalistInnen einbeziehen, Umgehung der Fürsorgepflicht der Arbeitgeber verhindern und freie MitarbeiterInnen deutlich besser als bisher schützen.  Zudem muss durch eine künftige Regelung verhindert werden, dass Schlupflöcher existieren, um aus dem KV zu flüchten. Diese Bestimmungen müssen sicherstellen, dass es nicht einzelnen Betroffenen überlassen bleibt, gegen KV-Flucht vorzugehen.

In der Präsidiumssitzung der Journalistengewerkschaft heute  Mittwoch wurden diese Aufträge einstimmig beschlossen. Ebenso einstimmig hat das Präsidium dem Betriebsrat des „WirtschaftsBlatts“  gewerkschaftlichen Rechtsschutz für den Fall zugesichert, dass rechtliche Schritte gegen eine Ausgliederung von Redaktionsmitgliedern zu ergreifen sind. Eine solche Ausgliederung ist vom „WirtschaftsBlatt“-Vorstand für den 1. Oktober angekündigt worden. Von den BetriebsrätInnen und ihrer Gewerkschaft  werden alle erforderlichen Schritte für allfällige Kampfmaßnahmen eingeleitet. Gleichzeitig bekennt sich die Journalistengewerkschaft zu den Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag, die nun endlich forciert weitergeführt werden müssen. Die Gewerkschaft wird dem Herausgeberverband (VÖZ) noch heute einen Terminvorschlag übermitteln.

Sowohl BetriebsrätInnen als auch die Gewerkschaft kritisieren die jüngste Vorgangsweise der Herausgeber auf das Schärfste. „Sie gefährdet den sozialen Frieden, die Sozialpartnerschaft und verstößt massiv gegen den üblichen Umgang“, so Franz C. Bauer, Präsident der Journalistengewerkschaft. „Und vor allem ist der Versuch, JournalistInnen in Gewerbekollektivverträge zu drängen, ein Anschlag auf die Freiheit von Medien und damit auf die Demokratie selbst. Hier geht es nicht nur um gefährliche wirtschaftliche Schlechterstellung vieler, hier geht es um Grundrechte.“

Add comment 9. September 2009

Der unabhängige Journalismus in Österreich ist ernsthaft und akut bedroht

Betriebsrätekonferenz der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp beschließt Forderungspaket

Kollektivvertragsflucht und Verstöße gegen geltendes Arbeitsrecht zerstören die wirtschaftliche Basis der Medienschaffenden. Der unabhängige Journalismus in Österreich ist ernsthaft und akut bedroht. Zu diesem Schluss kam die von der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp einberufene Medien-Betriebsrätekonferenz am 12. Mai 2009 in Wien.

Die journalistischen Vertreterinnen und Vertreter von Tages-, Wochen-, Monats- und Gratiszeitungen, Fachzeitschriften, Agenturen ebenso wie aus Privat-Radio- und -TV-Unternehmen, Online-Anbietern sowie des ORF beschlossen einstimmig folgende Resolution:

Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte der Medienbranche verurteilen alle Versuche, die Wirtschaftskrise als Vorwand für arbeitsrechtliche Verschlechterungen zu benutzen, auf das Schärfste. Ausgliederungen und Umgehungshandlungen wie die Gründung von Gesellschaften, in denen bestehende Kollektivverträge ausgehebelt werden, führen zu einer dramatischen Verschlechterung  der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für zahlreiche Medienschaffende und bedrohen dadurch den unabhängigen Journalismus in Österreich.

Wenn Unternehmer einen neuen Kollektivvertrag verhandeln wollen, gleichzeitig aber bestehende Verträge brechen, dann dokumentiert das eine Missachtung des Verhandlungspartners und zeigt außerdem, dass die Unternehmer selbst die Verhandlungen nicht ernst nehmen. Die Betriebsrätekonferenz fordert die Medienunternehmen daher auf, geltendes journalistisches Arbeitsrecht und Kollektivverträge einzuhalten und die Versuche der Kollektivvertragsflucht zu beenden und erfolgte Umgehungstatbestände rückgängig zu machen.

Vom Gesetzgeber fordert die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp:

* Die klare Präzisierung des Begriffs „abhängige Arbeit“, um zu verhindern, dass immer mehr Menschen in Österreich aus dem Arbeitsrecht in vorgeblich „freie“ Beschäftigungsverhältnisse gedrängt werden, ohne die Chance zu haben, sich dagegen zu wehren. Medienförderung hat auf die Einhaltung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen für Journalistinnen und Journalisten Rücksicht zu nehmen.

* Medienförderungsauszahlung und Privatrundfunklizenzen sind an die Existenz von Redaktionsstatuten und an die Einhaltung journalistischer Tätigkeit adäquater arbeitsrechtlicher Mindeststandards zu koppeln.

* Das Journalistengesetz ist an die Entwicklung der journalistischen Produktionsbedingungen insbesondere im Online-Bereich anzupassen.

* Bei der „Medienbehörde neu“ ist soweit wie möglich auf Selbstkontrollmechanismen zu setzen, also hat die Mediengewerkschaft GPA-djp für alle wesentlichen Gremien 50% der Mitglieder zu nominieren.

* Eine wirtschaftlich gesicherte Grundlage des ORF als österreichisches Leitmedium ist zu gewährleisten. Eine der Grundvoraussetzungen eines wirklich unabhängigen ORF ist eine völlig neue Konstruktion von dessen Aufsichtsgremien. Der Aufsichtsrat ist (analog zu Aufsichtsräten anderer Großunternehmen) zu konstruieren, d.h. 12 – 15 Mitglieder, ein Drittel der Mitglieder Belegschaftsvertreter.

* Wer als „Eigentümervertreter“ in Aufsichtsgremien entsandt wird, muss öffentlich kontrollierbar und nachvollziehbar gemacht werden. Jedenfalls sind beim Auswahlmodus Voraussetzungen zu schaffen, die sicherstellen, dass den ORF-Aufsichtsgremien nur Mitglieder angehören, die persönliche Reputation zu verlieren haben und diese nicht leichtfertig Fraktionsvorgaben unterordnen.

Die österreichweite Betriebsrätekonferenz der Journalistengewerkschaft erklärt sich überdies solidarisch mit dem Kampf der Drucker um faire Kollektivverträge.

Add comment 13. Mai 2009

Online-Umfrage: Überblick über Österreichs Onlinebranche

Ausgangsposition der Online-Umfrage

Das Wort „Online“ löst in Teilen des Journalismus nach wie vor ambivalente Gefühle aus, Ängste wie auch Hoffnungen. Das Internet bedrohe auf der einen Seite die „alten“ Medien, weil es deren News-Kompetenz übernommen hat, das Inseratengeschäft vereinnahmt und journalistische Kriterien angeblich unterwandert. Auf der anderen Seite befinde sich hier der einzige Wachstumsbereich für Anzeigen, ermögliche Online unmittelbare Interaktion mit den Usern, liege hier die Zukunft.

Für die Gegenwart ist eines mit Sicherheit zu konstatieren: Den meisten, die in Österreich journalistisch im Internet tätig sind, geht es verglichen mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den „alten“ Medienhäusern schlechter. Häufig wurden die Online-Redaktionen aus den Stammhäusern ausgegliedert. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten – soweit sie überhaupt angestellt sind – vielfach mit Kollektivverträgen der Werbung und Marktkommunikation oder IT. Unter das Journalistengesetz fallen nur die wenigsten. Das sind zumindest die häufigsten Antworten, die man zu hören bekommt, wenn man heute Kollegen und Kolleginnen aus den Onlinebereichen zu ihrem Status Quo befragt. Wie sich deren Situation in Österreich tatsächlich gestaltet, ist unklar.

Für einen Teil der „Onliner“ hat das Medienhaus Wien 2007 eine Umfrage durchgeführt: 250 von 7.000 Journalistinnen und Journalisten des Landes arbeiten ihr zufolge ausschließlich fürs Internet. Statistisch betrachtet sind sie zwar jünger, besser ausgebildet und es finden sich mehr Frauen unter ihnen. Aber sie sind weniger sicher beschäftigt und verdienen weniger als ihre Kollegen in anderen Medien. So verdienstvoll die Studie des Medienhauses Wien war, so hat sie doch nur jene „Onliner“ berücksichtigt, die eine Anbindung an etablierte Medienunternehmen haben und auf die der kollektivvertraglich und gesetzlich festgelegte Begriff „Journalist/Journalistin“ zutrifft. Nicht erreicht wurde die große Gruppe von Personen, die ähnliche Tätigkeiten für Nicht-Medienunternehmen verrichten und dabei nicht selten Presseausweise nutzen. Auch blieben Fragen zu Arbeitszeit, redaktionellen Aufgaben, Fort- und Weiterbildung unberücksichtigt.

Aus diesem Grund haben die Initiative „Mediengruppe Online“ und die GPA-Journalistengewerkschaft Anfang des Jahres eine Online-Umfrage durchgeführt, mit der diese Leerstellen gefüllt werden sollen. Ziel war es, einen Überblick über die österreichische Onlinebranche zu erhalten und die arbeits- und gehaltsrechtliche Situation der „Onliner“ zu dokumentieren. Mit diesem gesicherten und völlig neuen Datenmaterial sollen nun Strategien für künftige KV-Verhandlungen entwickelt werden.

Leider verzögert sich die Auswertung der Umfrageergebnisse zum Thema Online-Journalismus bis Ende Mai. Grund dafür sind derzeit laufende Mobilisierungsmaßnahmen der Belegschaften im Medienbereich (JournalistInnen und ArbeiterInnen in Druckereien), um bestehende arbeitsrechtliche Standards abzusichern.

Die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp bittet um Verständnis und bedankt sich gemeinsam mit der Mediengruppe Online für Eure Mithilfe.

Mediengruppe Online

Add comment 11. März 2009

Umfrage zu Arbeitsbedingungen in Online-Redaktionen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp und die Mediengruppe Online bitten um eure Mithilfe. Große Umfrage zu Arbeitsbedingungen in Online-Redaktionen!

Einige von euch kennen die Mediengruppe Online schon: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Bedingungen und Akzeptanz für Online-JournalistInnen zu verbessern – egal, ob in klassischen Medienbetrieben oder in freien Unternehmen.Um gesicherte Daten über Online-Journalistinnen und Online-Journalisten zu erhalten brauchen wir Infos von euch, etwa zu Arbeitsbedingungen in Onlineredaktionen, Bezahlung, konkrete Arbeit, die Anbindung an andere Redaktionen usw.

Die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp hat gemeinsam mit der Mediengruppe Online einen Fragebogen entwickelt, den wir euch hiermit bitten, auszufüllen – online auf
www.journalistengewerkschaft.at

Sämtliche Angaben sind anonym, was euch aber nicht davon abhalten sollte, auch wahrheitsgemäß zu antworten – denn nur wenn wir wissen, wie die aktuelle Situation bei euch ist, können wir auch entsprechend handeln!

Nehmt euch also ein wenig Zeit (ca. 20 Minuten), eure Dienstzettel und Verträge (sofern vorhanden) zur Hand und füllt den Fragebogen aus.
Und vermailt bitte den Link zum Fragebogen an alle Online-Redaktionen, -Journalisten und Journalistinnen, …

Die Befragung läuft online bis Ende Jänner, im Anschluss folgt eine Auswertung, über die wir natürlich berichten und mit der wir entsprechende nächste Schritte setzen werden.

Liebe Grüße und Spread the word!

Mediengruppe Online in Kooperation mit der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp

>>ZUR UMFRAGE

1 comment 10. Dezember 2008

3,2 Prozent mehr Gehalt für kaufmännische Zeitungs-Angestellte

Die rund 2.000 kaufmännischen Angestellten bei Tages- und Wochenzeitungen erhalten ab 1. April mehr Gehalt. Auf 3,2 Prozent, jedoch mindestens 65 Euro Plus pro Monat haben sich der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Vertreter der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) geeinigt. Dies berichtete die Gewerkschaft am Mittwoch in einer Aussendung.

„3,2 Prozent und ein Sockelbetrag von 65 Euro sind ein angemessenes Ergebnis für die Leistung der kaufmännischen Angestellten in der Zeitungsbranche. Gemessen an der Jahresinflation des Vorjahres konnten wir einen Reallohnzuwachs von deutlich mehr als einem Prozent erzielen“, so Franz Bittner, stellvertretender GPA-DJP-Vorsitzender. Ebenfalls um 3,2 Prozent steigen die Lehrlingsentschädigungen, wobei auf den vollen Eurobetrag gerundet wird.

Add comment 14. Februar 2008

Die Gewerkschaft und die Online-Journalisten

Die Gewerkschaft ist für alle da! Oder doch nicht? Auf der Homepage unserer Vertretung kommen wir zwar nicht explizit vor, aber zwischen den Zeilen les ich auch den Online-Journalismus.

Hallo Gewerkschaft, wir kommen!

***

Service für Sie
Es gibt vieles, für das es sich lohnt organisiert zu sein.

Die GPA-DJP ist die mitgliederstärkste Gewerkschaft innerhalb des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und vertritt die Interessen aller Angestellten, Lehrlinge, SchülerInnen und StudentInnen sowie JournalistInnen und alle ArbeitnehmerInnen im Graphischen Gewerbe und der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie.

Entsprechend vielfältig und umfangreich sind auch die Serviceleistungen der GPA-DJP.

Zur Homepage der Gewerkschaft

Add comment 17. Januar 2008

Nachrichten aus den USA – Betrifft: Gewerkschaft

die journalisten – nun mehr mediengewerkschaft – weiß noch nicht wirklich was sie machen soll mit uns. ich soll nun nach möglichkeit mit euch und mit der gpa ein konzept bzw. einen verein auf die beine stellen, der sich organisiert – was ja eigentlich schon passiert, nur noch ohne verein. die gpa würde wenn wir das wollen unter anderem auch online-umfragen bereit stellen und so einmal herausfinden wie es so in der branche aussieht.

(mehr…)

Add comment 5. November 2007


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